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Der dritte Wettkampftag beim Multivan Surf Cup bescherte den Windsurfern beste Slalom-Bedingungen. Mit 56 Fahrern gehen in dieser Disziplin die meisten Teilnehmer an den Start. Bei bis zu sechs Windstärken auf der Bahn konnte bis zum Nachmittag eine komplette Slalom-Elimination gefahren werden. Der Flensburger Gunnar Asmussen (GER-2) zeigte sich in perfekter Form und siegte im ersten Slalom vor Vincent Langer (GER-1) und dem Polen Wojtek Brzozowski (POL-10).
In der Disziplin Slalom treten die Fahrer in einzelnen Startergruppen („Heats“) gegeneinander an. Die besten Fahrer qualifizieren sich jeweils für die nächste Runde, bis im Finale um den Sieg gekämpft wird. Dort kam es zum Aufeinandertreffen der Favoriten Vincent Langer (GER-1), Gunnar Asmussen (GER-2), Nico Prien (GER-7), Dennis Müller (GER-89), Fabian Mattes (GER-202), Moritz Bochnia (GER-9), Peter Nors (DEN-431) aus Dänemark und Wojtek Brzozowski (POL-10) aus Polen. Vincent Langer konnte nach einem guten Start zunächst die Führung erobern. Doch an der ersten Halse kam es zu einem spektakulären Halsenduell. Gunnar Asmussen und Nico Prien attackierten den Kieler Langer.

In diesem Dreikampf konnte sich Nico Prien behaupten und die Führung übernehmen. Schnell vergrößerte er den Vorsprung, so dass es an der zweiten Halse nach einem ungefährdeten Sieg für den Schönberger Prien aussah. Doch an der zweiten Halse zeigte er Schwächen und blieb auf einer Welle stecken. Seine Verfolger nutzten diese Chance, so dass sowohl Gunnar Asmussen als auch Langer und sogar der siebenfache Weltmeister Wojtek Brzozowski aus Polen vorbeizogen. Diesmal war es Gunnar Asmussen, der nach der Halse mit überlegener Geschwindigkeit davonziehen konnte. Der Flensburger konnte sich so den Sieg in der ersten Slalomelimination beim Multivan Windsurf Cup sichern. Langer folgte auf Platz zwei vor dem Polen Brzozowski und Nico Prien. Fabian Mattes komplettierte die Top-5.

„Wahnsinn! Ich hätte nie gedacht, dass ich das packe. Zwei Minuten vor dem Start bin ich noch voll auf die Gabel geknallt so dass ich dachte, dass ich das Rennen gar nicht durchhalten könnte. Auch mein Start war nicht der beste. Aber ich hatte den besten Speed auf dem Wasser. So konnte ich ordentlich Druck auf Vincent und dann auf Nico machen. Als ich an der zweiten Hallentonne an Nico vorbeiziehen konnte war mir klar, dass ich es in der Hand habe, von da an bin ich auf Sicherheit gefahren und habe das Finale von der Spitze kontrolliert. Ich bin sehr glücklich!“ sagt der stolze Sieger Asmussen.

Der Slalomsieg von Asmussen vor Langer führt zu einer extrem spannenden Situation in der Wertung für den DM-Titel: Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft können so schon in der zweiten Disziplin Punkte ausgefahren werden. Langer kann einen Sieg im Racing und Platz zwei im Slalom für sich verbuchen. Asmussen punktet mit Platz eins im Slalom und Platz zwei im Racing. Nach Tag drei der Internationalen Deutschen Meisterschaften im Windsurfen liegen die beiden so punktgleich an der Spitze. Die Entscheidung im Titelkampf könnte so in den Manöverdisziplinen Freestyle und Wave fallen, wenn nicht noch weitere Wettfahrten im Slalom oder Racing den Gleichstand lösen sollten. Dies hat es in der Geschichte der deutschen Meisterschaften im Windsurfen noch nie gegeben.

Für das Wochenende versprechen die Meteorologen weiterhin perfekte Bedingungen für die Windsurfer. Es wurde Wavealarm gegeben und am Samstagmorgen ist die „Königsdisziplin“ Wave angesetzt. So wird es beim Multivan Surf Cup auf Sylt bis zum Finaltag am Sonntag spannend sein.

:: Ergebnisliste Slalom 28.07.17

:: Fotos Tag 3